Widerrufsrecht bedeutet nicht mehr zwangsläufig 14 Tage!

Das Widerrufsrecht wird durch viele Verbraucher nicht ordnungsgemäß angewandt. Durch die Änderung des § 355 Abs. 1, 2 BGB wurde das Widerrufsrecht dahingehend geändert, dass eine eindeutige Verbrauchererklärung auf schriftlichem Wege notwendig ist. Bei einem Kaufvertrag muss ebenfalls beachten werden, dass eine bloße Annahmeverweigerung nicht mehr ausreicht, um den Vertrag fristgerecht zu widerrufen.

Der Verbraucher ist demnach dazu verpflichtet, gegenüber dem Unternehmen schriftlich innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt der Widerrufsbelehrung den Widerruf zu erklären. Ein bloßer Anruf, dass der Widerruf erklärt wird, ist nicht ausreichend um das Vertragsverhältnis zu beenden.

Mittels eines Einschreibens/Rückschein, per Übersendung eines Faxes nebst Faxbestätigung oder per Mitteilung im Wege einer E-Mail mit entsprechender Lesebestätigung, kann der Verbraucher somit auch seinen Widerruf in jedem Falle nachweisen.

In § 355 Abs. 1 und Abs. 2 BGB heißt es:

„(1) Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so sind der Verbraucher und der Unternehmer an ihre auf den Abschluss des Vertrags gerichteten Willenserklärungen nicht mehr gebunden, wenn der Verbraucher seine Willenserklärung fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Unternehmer. Aus der Erklärung muss der Entschluss des Verbrauchers zum Widerruf des Vertrags eindeutig hervorgehen. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

(2) Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Sie beginnt mit Vertragsschluss, soweit nichts anderes bestimmt ist.“

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